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Die Hofstory

10.03.2022

Das Tierwohl steht an erster Stelle

Strohschweine Lucht GbR

Sein Stall. Sein Land. Sein Acker - Thorben Lucht ist 39 Jahre alt, Familienvater und Landwirt. Gemeinsam mit seinem Vater betreibt er die Lucht GbR in Barlt. Neben dem Anbau von Rot- und Weißkohl, Weizen, Gerste, Raps und Ackerbohnen liegt der Schwerpunkt seiner Arbeit in der Schweinemast. Aktuell nimmt er am Strohschweineprogramm von EDEKA teil. Mit diesem Programm setzt EDEKA sich gemeinsam mit Landwirten und Landwirtinnen stärker für Tierwohl und Nachhaltigkeit ein. Thorbens Schweine haben 40 % mehr Platz als Schweine in klassischen Mastbetrieben und sein Mehraufwand wird mit einer Bonuszahlung auf jedes Gutfleisch Strohschwein, zusätzlich zum Marktpreis belohnt. Derzeit läuft der zweite Durchgang im Rahmen des Programmes.

Wir haben ihn besucht und gefragt, wie hoch dieser Mehraufwand ist, welchen Weg er gegangen ist, vor welchen Herausforderungen er steht und wie wir ihm und seinem Betrieb als Maschinenring dabei zur Seite stehen.

 

Die richtige Idee zur richtigen Zeit: Vor etwas mehr als 10 Jahren, um genau zu sagen im Jahr 2011 beschlossen Thorben und sein Vater einen neuen Stall zu bauen. Mehr Platz, mehr Licht und bessere Luftqualität für ihre Tiere. Von Beginn an setzte Familie Lucht auf das Tierwohl, Probleme mit Schwanzbeißen gab es damals schon kaum. Sie fuhren nach Dänemark, um sich einen Stall anzugucken, der genau das bot was sie sich vorstellten – allerdings mit 350 Schweinen in einer Bucht. Zu diesem Zeitpunkt hielten die Luchts dort gerade einmal 60 Tiere. Bei 350 Tieren stellte Thorben sich also die Frage – wie sollte er da den Überblick behalten. Doch schon nach dem ersten Besuch waren die beiden überzeugt, dass dieser Stall das richtige für sie ist und entschieden sich im Prinzip den gleichen Stall zu bauen.
2013 konnte Familie Lucht dann einen Stall mit offenen Schirmen an den Seiten, kleinen Liegebuchten auf der linken Seite und einer Waage direkt im Stall bauen. Außerdem bietet er die Möglichkeit die Gülle zu spülen. Es war die richtige Idee zur richtigen Zeit. Dieser Stall bietet Thorben jetzt, fast zehn Jahre später, die Möglichkeit recht unkompliziert an dem Strohschweineprogramm von EDEKA teilzunehmen und aktuell keine Verluste zu machen. Doch sowohl der Stallbau damals als auch die Umstellung der Schweine auf Stroh ist und war mit Hindernissen verbunden. Diese Art von Stall war 2013 noch einzigartig in Deutschland, so dass es keine Erfahrungswerte gab. Bei Problemen wie „die Tiere liegen nicht da wo sie sollen“ und vermehrten Lahmheiten konnte ihm zunächst keiner weiterhelfen.
Thorben berichtet uns, dass es eine ziemlich lange Lernphase war und sie von Durchgang zu Durchgang Dinge veränderten und mehr dazulernten. Auch jetzt steht Thorben wieder vor neuen Aufgaben. Die Umstellung auf Stroh ist mit häufigem Misten, einstreuen per Hand und Stroh in der Gülle verbunden. All dies sind Herausforderungen die es zu lösen gilt. Doch das sind gleichzeitig die Dinge die Thorben motivieren. Durch das Strohschweinprogramm beginnt er neues zu lernen z.B. wo die Platten liegen müssen, wo das Stroh hingeschmissen werden muss und wie am besten gemistet wird, so dass es lange trocken bleibt. 

„Das motiviert, dass man sich wieder verbessern kann, wieder neue Ideen haben kann und muss, um damit zurecht zu kommen mit dem was wir jetzt machen“  

Thorben und der Maschinenring Dithmarschen: Eigentlich ist Familie Lucht schon immer Mitglied. Thorben selbst ist jedoch erst so richtig „dazugestoßen“ als der Maschinenring Dithmarschen begann QS auf den Betrieben zu begleiten. Für ihn ist es wichtig schnell jemanden greifbar zu haben. „Man ruft an und innerhalb von kurzer Zeit werden die Probleme gelöst – im Zweifel sogar sonntags“. 

Wir haben gefragt: Sag mal Thorben, was würdest du deinen Berufskollegen mit auf den Weg geben?
„Ich glaube, dass es die Zukunft ist sich abzusetzen. Wir sollten in Deutschland nicht darauf bauen unser Schweinefleisch zu exportieren, sondern wir sollten das was wir hier haben, selber aufessen und das produzieren was wir brauchen – und das einigermaßen hochwertig. Wir sollten uns nicht abhängig machen und dementsprechend so produzieren, wie die Leute es, zumindest offiziell wollen. Es ist schwierig, die Zeiten ändern sich schnell und kurzfristig, aber Tierhaltung ist eben nie kurzfristig.“ 

Seine Ideen und Pläne für die Zukunft:
Zunächst soll das Problem mit dem Misten in den Griff bekommen werden und in eine Einstreuanlage investiert werden. Außerdem wird so lange es geht mehr ins Tierwohl investiert. Thorben plant einen Auslauf zu bauen, um so auch mit der Gülle besser zurechtzukommen.

 

Du hast Fragen zum Strohschweine Programm oder möchtest Deinen Betrieb und Deine Ideen gerne einmal selber vorstellen? Melde Dich gerne bei uns! 

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